Tauchen Sie mit Ihrer
Vorstellungskraft und
Kreativität in meine Bilderwelt ein
„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“
Karl Valentin
Das Urheberrecht (Copyright) für alle Bilder und Textbeiträge liegt bei Kurt Berlo

Foto: Hartmut Thom

Hommage an den Dortmunder Rombergpark, 2025
Acryl, Spray-Lack, Farb- und Schellack-Schüttungen sowie Kohle- und Lackstift auf Leinwand, 70×100 cm

Acryl, Spray-Lack, Gießharzschüttung und Lackstift auf Leinwand, 40×50 cm

Acryl auf Kaffeesack, 60×80 cm
Schrödingers Katze
Ein tierisches Portrait auf einem Kaffeesack als Bildträger
Vom Gedankenexperiment zur gelebten Realität
Die Auseinandersetzung mit dem quantenphysischen Paradoxon bildet das Fundament für dieses Gemälde. Erwin Schrödingers Gedankenexperiment aus dem Jahre 1935 postuliert eine Katze in einer versiegelten Kiste, deren Schicksal an ein Zufallsereignis gekoppelt ist. Bis zum Akt der Beobachtung existiert sie in einer sog. „kohärenten Superposition“: Das heißt, sie ist nach den Gesetzen der Quantenphysik gleichzeitig lebendig und tot. Dieses Paradoxon wird hier gezielt und mit einem Augenzwinkern aufgelöst. Denn die dargestellte Katze hat das Experiment nicht nur eindeutig überlebt, sie blickt den Betrachter „putzmunter“ an. Diese künstlerische Entscheidung ist eine bewusste Abkehr von der Ambivalenz hin zu einer entschiedenen Aussage über das Leben: Krisen und Phasen der Ungewissheit können und müssen überwunden werden, um aus ihnen gestärkt hervorzugehen. Diese Auflösung der quantenphysikalischen Ambivalenz findet ihre materielle Entsprechung in der Wahl des Bildträgers selbst – einem Objekt, das ebenfalls einem Zustand der Ungewissheit entrissen und einer neuen Bestimmung zugeführt wurde.
Kurzum: Bei diesem Gemälde geht es nicht um die sprichwörtliche Katze im Sack. Was soll das heißen? Ja, hier kann man die verneinende Form der Redewendung tatsächlich wörtlich nehmen. Denn hier handelt es sich um eine Katze auf dem Sack. Die Katze ist nämlich auf einen alten Kaffeesack, der auf einen Keilrahmen gespannt wurde, gemalt worden. Ein Upcycling, das umweltfreundlich und nachhaltig ist. Die Katze ist mit ihrer dunklen Sonnenbrille, dem roten Jogginganzug und der Mütze auf dem Kopf eine richtig coole Socke. Wenig beeindruckt von dem Gedankenexperiment, ist sie nach dem waghalsigen Einsatz aus der dunklen Experimentier-Kiste des österreichischen Physikers Erwin Schrödinger gesprungen und guckt uns putzmunter an. Noch vom hellen Tageslicht geblendet, trägt sie gesundheitsbewusst eine Sonnenbrille. Eine solche Katze, die im Sinne der Quantenphysik gleichzeitig tot und lebendig sein konnte (kohärente Superposition), läuft uns nicht alle Tage über den Weg. Sie ist damit Inbegriff einer Haltung, die wir als positive Lebenseinstellung bezeichnen können. Die Katze kann als wirkungsvoller Motivations-Anker verstanden werden; sie soll vor dem Hntergrund ihrer weltberühmten Biografie und dem hier beschriebenen Kontext nichts weniger als Zuversicht, Lebensbejahung, Lebensfreude und Hoffnung vermitteln. Mehr können Sie von einer Katze nicht verlangen.

Acryl auf Kaffeesack, 60×80 cm

Acryl auf Leinwand, 114×140 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 70×100 cm
Was dürfen wir hoffen?
Diese Frage gehört seit Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ zu den Grundfragen der Philosophie. Kant leitete daraus auch eine Pflicht zur Zuversicht ab. Jedoch in Zeiten multipler Krisen (Ukraine-Krieg, Krieg in Nah-Ost, Corona-Pandemie, globaler Klimawandel, Inflation, Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich usw.) fällt es uns Menschen immer schwerer, Zuversicht zu behalten und die Hoffnung nicht aufzugeben. Dabei ging der deutsche Maler Jörg Immendorff noch einen Schritt weiter. „Immendorff betonte oft die Verantwortung des Einzelnen, sich einzumischen und Haltung zu zeigen.“ Mit seinem berühmten Motto „hört auf zu malen, fangt an zu handeln“ forderte er die Menschen dazu auf, nicht wegzuschauen, sondern „aktiv für Demokratie, Frieden und soziale Gerechtigkeit“ einzutreten (diese Zitate wurden im Juni 2025 einer Infotafel – aus der Sammlung Ströher – des Duisburger Museums Küppersmühle entnommen).
Das hier gezeigte Bild problematisiert den Umstand, dass die heutigen Problemlagen je nach Sichtweise und Perspektive (die durch die überzähligen Augenpaare dargestellt werden) sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Gleichwohl bleibt am Ende die Hoffnung, wie es oben links der angedeutete Regenbogen und rechts der aufsteigende Heißluftballon zeigen.
Von Gerhard Richter stammt die Aussage: „Kunst ist die höchste Form von Hoffnung.“
Kurzum: Hoffnung gilt als positiver Grundantrieb für die menschliche Existenz. Und sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern, wie der Philosoph Ernst Bloch in seinem Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ schrieb.
Hoffnung kann uns sogar Motivation und Kraft verleihen, Dinge zu erreichen, die außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit liegen. Von diesem Leitgedanken war auch Che Guevara überzeugt, als er verkündete: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ Von solchem hoffnungsvollen Optimismus ließ sich im 20. Jahrhundert eine ganze Generation anspornen, um die verkrusteten gesellschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit aufzubrechen. Die 68er-Bewegung wäre ohne ein „Prinzip Hoffnung“ nicht zustande gekommen. Bis heute ist die positive Macht von Hoffnung und Zuversicht Antrieb für gesellschaftliche Veränderungen geblieben.

Acryl und Collage auf Papier, 50×70 cm
Occupy-Bewegung 2011
Die Occupy-Bewegung, die 2011 begann, war eine direkte Reaktion auf die internationale Finanzkrise der Jahre 2008-2009. Der Protest richtete sich gegen den neoliberalen Kasino-Kapitalismus, bei dem sich krisenanfällige Finanzmärkte längst von der Realwirtschaft abgekoppelt hatten. Hoch spekulative Finanzmarkttransaktionen, getrieben von einer skrupellosen Zockermentalität, rissen im Jahr 2008 die Börsenkurse weltweit in den Abgrund.
Hintergründe: An den Börsen und Finanzmärkten dominiert heutzutage der Hochfrequenzhandel. Das heißt, der Wertpapierhandel wird überwiegend im Milli- und Nanosekundentakt (eine Nanosekunde ist ein Milliardstel einer Sekunde) abgewickelt. Dabei entscheiden komplexe Algorithmen (z.B. mithilfe der BlackRock-Software Aladdin*), welche Wertpapiere verkauft oder gekauft werden. Der automatisierte Aktienhandel per Computer bringt satte Profite für wenige Profis zulasten aller anderen. Die großen Spekulationsgewinne fließen in die Taschen von wenigen. Vor 40 Jahren betrug die durchschnittliche Haltedauer von Wertpapieren bei den Aktienbesitzern noch mehrere Jahre. Aufgrund des zunehmenden Hochfrequenzhandels ist sie rapide gesunken. Erfahrene Börsianer sagen, die Haltedauer von US-Aktien betrage im Durchschnitt nur noch 22 Sekunden. Die Wertpapier-Börsen bilden heute das Zentrum eines Profit-getriebenen Kasino-Kapitalismus, an dem sich große Bankhäuser wie die Deutsche Bank ebenso beteiligen wie Spekulanten jeglicher Couleur.
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*) Aladdin ist eine Abkürzung für „Asset, Liability, Debt and Derivative Investment Network“

Collage aus verschiedenen Künstler-Portraits
Meine Bilder
verbinden oft abstrakte mit figurativen Elementen.
Ergebnisse in Farbe, Form und Struktur
Meine Bilder entstehen oft aus intuitiven Eingebungen, die mithilfe von Pinsel, Spartel, Rakel, Farbe und Schüttungen (manchmal auch unter Verwendung von Kreide, Lackstiften und/oder Lackspray) etc. zum Ausdruck gebracht werden.

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 120×180 cm
Malerei aus meiner
Dortmunder Werkstatt

Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

(Michael Köhlmeier, österreichischer Schriftsteller)
Diptychon, Acryl auf Leinwand, 80×120 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm

Diptychon, Acryl auf Leinwand, 100×140 cm

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm
Blog
Webseiten-Kurator Walter E. Goldhahn
gibt hier Einblicke in meine kreativen Prozesse und erläutert einige Werke.
Bitte beachten Sie bei den nachfolgenden Bild-Interpretationen diese Hinweise:
Erstens: „Die Kunst ist frei, und der Betrachter ist es ebenso. Er darf Ich sagen und dieses Ich gegen alle Künstler, Händler, Kritiker behaupten. Er muss sich nicht von anderen erzählen lassen, was er sehen soll.“ (Hanno Rauterberg: Und das ist Kunst?! Eine Qualitätsprüfung. Frankfurt am Main 2007)
Zweitens: „Ein Bild, eine Installation, ein Text lassen sich deuten und interpretieren; was dabei aber in Wahrheit gedeutet und interpretiert wird, ist immer auch das Selbst und das eigene Leben.“ (Wilhelm Schmid: Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst. Frankfurt am Main 2007)
Drittens: „Ohne Freude am Entschlüsseln, am Überlegen und Verwerfen hat sich das Kunstwerk rasch erschöpft.“ (Hanno Rauterberg 2007)
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Künstlergruppe „Wilder Garten“
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Ihr Abenteuer da draußen Als ich im Herbst 1998 im Düsseldorfer Museum…
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Als begeisterter Fahrradfahrer profitiere ich seit Jahrzehnten von den Vorzügen, im Sommer…

Acryl auf Leinwand, 80×100 cm
Bilder, die erinnern möchten
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