Über
Bilder, die Geschichten erzählen
Ich lebe und male in Dortmund. Seit dem Jahr 2017 bin ich Mitglied der Künstlergruppe „Wilder gARTen“. Meine Bilder vereinen das Streben nach Kreativität mit der Liebe zur Malerei. Eine kleine Auswahl von Gemälden gibt hier einen Einblick in mein künstlerisches Schaffen. Die mitunter farbintensiven Werke verbinden oft abstrakte mit figurativen Elementen. Dabei entstehen häufig Landschaften einer Phantasiewelt, die ein wenig an den magischen Realismus erinnern können. Hier gehen dann Realität und Phantasie nahtlos ineinander über und die verschiedenen Bedeutungsebenen erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Und manchmal habe ich selbst einfach nur das Gefühl, als sängen die Formen und Farben ihre eigenen Lieder.
Meine Bilder sind manchmal auch inspiriert von den Surrealisten der klassischen Moderne, vom phantastischen Realismus der Wiener Schule sowie von nicht kommerziellen Formen der Kunst wie zum Beispiel der Streetart. Andere Motive können alten Erzählungen der Mythologie entlehnt sein; ebenso können sie Träume sowie Visionen einer Welt zeigen, wie wir sie wirklich wollen.
Meine Welt der Malerei thematisiert auch Fehlentwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm

Eine Aussage, die dem berühmten deutschen Dramatiker und Lyriker Bertolt Brecht zugeschrieben wird
Acryl auf Papier, 50×64 cm
Anforderungen an zeitgenössische Kunst
Bildende Kunst kann heutzutage mehr denn je, im Kontext von Walter Benjamins Werk „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, eine Vielzahl von Funktionen und Bedeutungen erfüllen. Dabei ist daran zu erinnern, dass Benjamin sein Essay bereits im Jahr 1936 veröffentlichte. Er betonte seinerzeit, dass die technische Reproduzierbarkeit von Kunstwerken die Aura, die einzigartige Präsenz des Originals, verändert oder sogar zerstört. Diese Beobachtung eröffnet jedoch auch neue Perspektiven und Potenziale für die Kunst im modernen Zeitalter:
- Demokratisierung von Kunst: Die Möglichkeit, Kunstwerke technisch zu reproduzieren, hat den Zugang zu Kunst massiv erweitert. Kunst kann heute von einem breiteren Publikum wahrgenommen und erlebt werden, unabhängig von geografischen oder sozialen Barrieren.
- Kritische Reflexion: Künstler*innen können die Mechanismen der Reproduzierbarkeit selbst zum Thema ihrer Werke machen, um gesellschaftliche, wirtschaftliche oder kulturelle Strukturen zu hinterfragen. Kunst wird zu einem Medium der Reflexion über die Rolle von Technik und Massenproduktion.
- Verschiebung der Aura: Während die Aura des Originals durch Reproduktion geschwächt wird, kann sie sich in anderen Formen manifestieren, etwa durch die Kontextualisierung in neuen Räumen oder durch digitale Interaktionen. Die Bedeutung eines Kunstwerks wird zunehmend durch den Diskurs und die Interaktion mit dem Publikum geprägt.
- Neue Formen der Kreativität: Die technischen Möglichkeiten erlauben Künstler*innen, mit neuen Medien und Technologien zu arbeiten, etwa mit digitalen Kunstformen, interaktiven Installationen oder virtueller Realität. Diese erweiterten Ausdrucksmöglichkeiten bieten Chancen, Kunst auf innovative Weise zu gestalten und zu erleben.
- Politische Funktion der Kunst: Benjamin sah in der Reproduzierbarkeit auch eine Möglichkeit, Kunst politisch einzusetzen. Die bildende Kunst kann heute als Werkzeug dienen, um gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen, Protest zu artikulieren oder Gemeinschaften zu mobilisieren.
Benjamins Ideen bieten heute noch eine wertvolle Grundlage für die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Kunst in einer technologisch geprägten Welt.
Heute kommt es weltweit immer wieder zu Versuchen, die Freiheit der Kunst einzuschränken; insbesondere dann, wenn Kunstwerke unverhohlen auf die Missstände in der Gesellschaft hinweisen.
Schafft es die Kunst, neue Wahrnehmensweisen zu kreieren? Kann die bildende Kunst die Hoffnungslosen aufrichten, kann sie den Unwissenden sagen, wer ihnen Brot, Kohle und Obdach gestohlen hat, und kann die Kunst die Müden zu Kämpfern machen, wie all das bereits von Bertold Brecht verlangt wurde?

Acryl auf Papier, 50×70 cm

Hommage an Salvador Dali
Acryl auf Leinwand, 50×60 cm

Acryl auf Leinwand, 70×100 cm

Acryl auf Papier, 50×70 cm
Bilderwelt in Farbe

Foto: Rolf Ellmer
Kurt Berlo
Malerei im Wilden gARTen
Malerei mit Techniken, die ich mir in verschiedenen Kursen, Workshops und mithilfe langjähriger autodidaktischer Malpraxis angeeignet habe.
